op de Eck

“Drink doch ene met, stell’ dich niede so an”, mag zwar für den Düsseldorfer an und für sich schon eine Provokation sein. Aber mit dem Song der Kölner Fastnachtsgruppe “der Black Föss” wird auf das Dilemma der bedrohten Düsseldorfer Eckkneipe “op de eck” aufmerksam gemacht. Denn bald wird es niemand mehr geben, der in den beliebten Eckkneipen “ene met drinkt”.

Das Gaststätten- und Kneipensterben wie des “op de Eck” hat schon lange begonnen. Die Generationen, die sich auf ein schnelles Bier hier trafen, sterben nun auch langsam aus. Die Stammtische haben schon viel früher ihren Geist ausgehaucht. Spätestens als das Rauchverbot ihnen den letzten Gar ausgemacht hat. In den nächsten Jahren wird auf die Kneipe op de Eck zweihundert weitere Gaststätten und Kneipen folgen.

Eine Ära geht zu Ende und wer im harten Wettbewerb überleben will, der braucht neben einer guten Lage auch die Kunst des Durchhaltevermögens nicht zu früh zu resignieren. Pächterwechsel ist in Düsseldorf wie auch in anderen Städten an der Tagesordnung.  Es wird also die Kunst darin bestehen den Fortbestand einer Institution, die Nachbarschaftskneipe mit einem neuen Konzept zu versehen, dass auch wieder jüngere Nachbarn in die Kneipen bringt. Junge Leute suchen die Unterhalten, Clubs mit Events und Unterhaltung. Doch darin würde die Kunst bestehen, neue niederschwellige Angebote auch für diesen Gaststättentyp zu entwickeln, der nicht nur sein Überleben garantiert, sondern auch die gute Nachbarschaft erhält und wieder fördert.

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