
Die Fotos der unfilmed scenes Serie setzen sich aus Filmbildfragmenten zusammen die aus einem oder mehreren Filmen stammen und den chronologischen Ablauf der Filme zeitlich und räumlich unterbreche.
Auf diesem Weg entstehen ungefilmte nicht existente Bildszenen.
Man kann sie als eine Art diskontinuierliche Fragmentcollage bezeichnen, die Filme als bewegte, lebendige Wirklichkeit für die Aufzeichnungsmöglichkeiten eines Fotoapparats nutzen.
Die Szenen sind analog am Stück auf Kleinbild fotografiert und bestehen aus mehreren einzelnen Aufnahmen.
Dabei folgt im Motiv z.B. einer Aufnahme vom Ende des Films eine vom Anfang oder es sind Schauspieler aus verschiedenen Filmen zu sehen die so nie zusammen gespielt haben. Die Auswahl der Bildfragmente richtet sich teils nach einer spontan subjektiven Strategie für die Auslösung. Und / oder die Szene ist mit Hilfe eines gezeichneten Storyboards inszeniert.
Zum einen gilt mein Interesse bei dieser Arbeit der vermeintlichen Wirklichkeit des Fotoapparats. Diesen mit der synthetischen Bildwirklichkeit eines laufenden Films zu konfrontieren bedeutet, dass der Fotoapparat, beengt durch bescheidene Lichtverhältnisse und Bewegung, den Film nur mit seiner ihm eigenen optischen Wirklichkeit erkennen kann.
Zudem finde ich es spannend zu beobachten ob die ikonenartige Oberfläche eines Filmstars hinter das subjektive Bild der Szene zurücktritt, von seiner Dominanz verliert und möglicherweise etwas von privater Natur vermittelt.
Die Bilder sind zwischen 1998 und 2004 entstanden.
Im Restaurant hängen Nr. 1 (1999-2000, Leuchtkasten, Duratrans, Diasec 182x72cm) und Nr. 24 (2002, Print, Diasec 90x18cm).
Kontakt: bau.k@freenet.de
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